Dieser Ausflug ins Unterhaltungsgenre war vor allem seiner fortdauernden finanziellen Misere geschuldet. Die Aufführung seiner Theaterstücke fiel notorisch der Zensur oder niederschmetternder Kritik zum Opfer.
Dennoch entwerfen seine Bänkellieder einen eigenen Mikrokosmos von zart-derber Erotik und beißender Gesellschaftskritik in der Nachfolge Heinrich Heines und im Vorgriff auf Brecht, der Wedekind kurz vor dessen Tod noch auf der Bühne erlebte.
Das Programm »Fallbeil oder Beifall – Ein Spottlied auf Wilhelm Zwo« brachte Wedekind sechs Monate Festungshaft ein.
Mit Sigi Becker (Rezitation, Gesang und Gitarre)



