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Federmenschen

Jüdisches in Vers und Prosa

Donnerstag, 10. Mai, 20:00 Uhr

Foto von Norbert Gutenberg und Ruth Boguslawski

Foto: Christoph Spanier

Eine späte …

LAJZER AJCHENRAND

… aber bedeutende Entdeckung

Überraschend hatten die Schweizer Behörden dem aus Frankreich entkommenen jiddischsprachigen Dichter Lajzer Ajchenrand im Jahre 1942 Asyl gewährt. Er schuf in seinem Züricher Exil dann ein bis heute fast vollständig unbekannt gebliebenes Werk.

Der Schweizer Ammann Verlag hat Ajchenrands bedeutendsten Gedichtband »mimaamikim – Aus der Tiefe« von Hubert Witt neu übertragen lassen, einem der prominentesten Kenner jiddischer Lyrik.

Die Gedichte erschienen erstmals im Jahre 1953 in Paris und bestätigen, was Anastasia Telaak in einer Rezension für die »ZEIT« schrieb: »Hiermit kommt eine ungewöhnliche, in Israel bereits 1976 mit dem Itzik-Manger-Preis ausgezeichnete literarische Stimme zu Gehör, die radikale Fragen aufwirft: Ist angesichts von Auschwitz Gott noch denkbar? Wie kann die Schoah Gegenstand von Sonetten und Balladen sein?«

Es liest Norbert Gutenberg (Jiddisch und Deutsch)

Das Theater im Viertel stellt mehrmals im Jahr mit der Lesereihe »Federmenschen – Jüdisches in Vers und Prosa« Werke von deutsch und jiddisch Schreibenden des 20. und 21. Jahrhunderts vor, sofern sie »Jüdisches« thematisieren. Vortragende sind Norbert Gutenberg, Professor der Sprechwissenschaft an der Universität des Saarlandes, und die Jiddisch-Sprecherin und -Sängerin Ruth Boguslawski.

Karten: 6,– Euro


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