„MAUERFÄLLE“

Das Projekt für mehr Menschlichkeit



Saarländische Künstler*Innen (bis jetzt 13), angeregt durch den „Aufruf“, schließen sich zusammen gegen Rassismus, Ausländerfeindlichkeit und Fremdenhass – und für eine lebendige Demokratie, die nicht als Zustand, sondern als ein Prozess zu begreifen und zu gestalten ist.Um Dietmar Blume hat sich eine Künstlertruppe von 14 Künstler*Innen gebildet, die 30 Jahre Mauerfall als Anlass nimmt, nicht nur zu erinnern und zu mahnen.
Das Jahr 2019 bietet einige herausragende Daten, die mit der deutschen Verfassungsgeschichte eminent verbunden sind: 1919 tritt die Weimarer Verfassung in Kraft, am 23. Mai 1949 das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland. Mit dem Fall der Mauer am 9.November 1989 schließlich eröffnet sich die Chance, „die Übergangszeit, von der die Präambel des Grundgesetzes spricht, zu beenden“ (*) und eine gemeinsam demokratisch erarbeitete Verfassung per Volksentscheid zu verabschieden (**). Eine verpasste Chance, wie etliche Entscheidungen in den Jahren 1990-92, die bis heute nachwirken.Wir wollen auch dies thematisieren, in Auszügen aus Reden der damaligen Protagonisten und einschlägigen Erlebnissen u. a. im Saarland lebender Bürgerinnen und Bürger; und wir sind gespannt darauf, welche Beiträge aus der freien Szene mit ihrer Kunst im Herbst 2019 das Spektrum der Anstrengungen zur Wahrung der Freiheit, Toleranz und Demokratie erweitern.Es ist ein wohl einmaliges Projekt, daß saarländische Künstler gemeinsam inhaltlich Stellung nehmen und aufrufen zu mehr Weltoffenheit und Toleranz. Kunst, szenisch oder musikalisch, als entschiedene Antwort auf Diskriminierung, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Gewalt, Entwicklungen, die neue Mauern errichten.


Unterstützer dieses Projektes:


 

Die Veröffentlichungen stellen keine Meinungsäußerung des BMFSFJ oder des BAFzA dar. Für inhaltliche Aussagen trägt der Autor/die Autorin bzw. tragen die Autoren/die Autorinnen die Verantwortung.


(* Wolfgang Ullmann: Sind wir ein Volk?. In: Verfassung mit Volksentscheid. Reden auf dem Weimarer Kongreß im September 1990. Hg. Kuratorium für einen demokratisch verfaßten Bund deutscher Länder in Zusammenarbeit mit der Heinrich-Böll-Stiftung e.V.)
(**Günter Grass: Bericht aus Altdöbern. In: In freier Selbstbestimmung. Für eine gesamtdeutsche Verfassung mit Volksentscheid. Hg. wie oben)
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