„EIN NEBULO BIST DU!“

Monolog von Jens Sparschuh

Szenische Lesung
Sa 12.10. 19:30

Karten: 12,– / 7,– Euro

Mit Fred Woywode | Regie: Stefan Dutt


Martin Lampe, „die einzige Leuchte in diesem stocktrüben Nest“ Königsberg, war 30 Jahre lang Diener Immanuel Kants. Während sein berühmter Herr kaum vor die Tür geht – „Was der von der Welt weiß, weiß er nur von mir“ – und über das Große und Ganze philosophiert, kümmert sich Lampe um den täglichen Kleinkram: Vor allem darum, den „notorischen Frühaufsteher“ Morgen für Morgen aus dem Bett zu treiben. Nun aber soll er „abgeschafft“ werden. Lampes Monolog am letzten frühen Morgen vor seiner Abschaffung, – „in dieser fünften Stunde des Tages, wohl seiner besten überhaupt. Da ich mich unterhalten kann mit dem einzigen vernunftbegabten Wesen in diesem Kaff: mit mir selber.“ – dieser Monolog ist eine gewitzte und witzige Mischung aus Klarsicht, Selbstmitleid und Selbstüberschätzung eines Knechts, der seinen Herrn ähnlich tyrannisieren kann wie der ihn.

Jens Sparschuh, 1955 in Karl-Marx-Stadt geboren, seit seiner Promotion 1983 freier Schriftsteller, schrieb seinen „Nebulo“ als 19jähriger Student der Philosophie in Petersburg, um seinen Kommilitonen die deutsche Philosophie nahezubringen. Erst mit der 1989 realisierten Hörspielfassung (Hörspielpreis der Kriegsblinden 1990) des SR fand dieser Monolog die ihm gebührende Beachtung.


Aufführungsrechte beim Verlag Hartmann & Stauffacher, Köln

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