YIDL MITN FIDL

Musikalische Filmkomödie von 1936
Im Rahmen der „Yiddishen Tage” im TiV
Schirmherrin: Oberbürgermeisterin Charlotte Britz

Mi 21.11. 18:00h

Karten: 5,– Euro

Mit Molly Picon u. a.

Mit freundlicher Unterstützung durch die Landeshauptstadt Saarbrücken


Der mittellose Witwer Arie und seine Tochter Itke werden aus ihrem Haus gejagt und müssen sich als Straßenmusikanten verdingen. Die Tochter verkleidet sich aus Sicherheitsgründen als Junge Jidl. Unterwegs treffen sie auf zwei Musikanten, Isaak und Froim, mit denen sie gemeinsam weiterziehen. Jidl verliebt sich in den ebenfalls Geige spielenden Froim, von dem sie meint, er habe sich in Teibele verliebt, eine unglückliche Braut, an deren Hochzeit die Musikanten aufspielen und der Jidl zur Flucht verhilft. In Warschau wird Teibeles Talent als Sängerin entdeckt, sie verschwindet jedoch vor ihrem ersten Auftritt. An ihrer Stelle tritt unfreiwillig Jidl auf, die berühmt wird und am Ende der Verwechslungskomödie nach Jahren auf der Überfahrt nach Amerika ihren verloren geglaubten Geliebten Froim wiederfindet.

„Yidl mitn Fidl“ wurde 1936 in Kazimierz Dolny und in Warschau gedreht als amerikanisch-polnischer jiddischer Film, mit der Schauspielerin Molly Picon in einer Haupt- und Hosenrolle. Produziert wurde die Musikkomödie vom Schauspieler Joseph Green. Er führte gemeinsam mit Jan Nowina-Przybylski Regie und schrieb das auf einer Erzählung von Konrad Tom basierende Drehbuch. Die Musik stammt von Abraham Ellstein, die Liedtexte von Itzik Manger. Der Film, der rund 50 000 US-Dollar gekostet hatte, setzt sich kritisch mit verschiedenen antisemitischen Stereotypen auseinander. Er kam im September 1936 in Polen, zum Jahresende am Broadway in New York in die Kinos. Er war der erste international erfolgreiche jiddische Film und wurde weltweit gezeigt. Der Film erhielt in der jiddischen Presse durchwegs sehr gute Kritiken, während die englischsprachigen amerikanischen Zeitungen weniger enthusiastisch urteilten. Sogar in NS-Deutschland, wo dem jüdischen Publikum der Besuch herkömmlicher Kinos inzwischen untersagt war, wurde der Film gezeigt: Die Berliner Premiere fand am 2. Mai 1938 beim Jüdischen Kulturbund statt; danach lief der Film noch in verschiedenen deutschen Großstädten.

Dieser Text basiert auf dem Artikel Yidl mitn Fidl
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